Douba/Musik

Stand vom 07.07.2013


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Musik

Musik ist für mich Hobby, Bildung und Lebensinhalt. Seit meiner Kindheit habe ich mich an den verschiedensten Instrumenten versucht: Piano, Heimorgel, Stimme, Blockflöte, Schlagzeug, Keyboard, Gitarre, Computer, E-Gitarre, Banjo, Didgeridoo, Baßgitarre, Djembe und Akkordeon – in etwa dieser Reihenfolge.

Obwohl mich sämtliche der aufgeführten Instrumente (und viele weitere) begeistern, habe ich mich auf einige wenige konzentriert, von denen ich heute behaupte, sie einigermaßen zu beherrschen. Dies sind in der geschätzten absteigenden Reihenfolge der Qualität: Stimme (Tenor, Baß), Baßgitarre, Klavier, Akkordeon und Gitarre.

Besondere Freude habe ich am Singen entwickelt, indem ich Erfahrung in verschiedenen Chören sammeln durfte. Wegen dieser besonderen Vorliebe will ich hier all die Chöre anführen, die bisher meinen Gesang gefördert haben oder in Zukunft noch werden.

Kammerchor "Singkreis Magdeburg, e.V."

Dies ist der Chor, an den heute mein Herz gewachsen ist. Hier lerne ich seit 2006 ständig neue Aspekte des Singens kennen, die meinen Horizont erweitern und meinen Spaß am Singen mehren. Besonders angetan bin ich von Madrigalen, die immer meine Laune heben, und romantischer Musik, anhand derer ich – dank meinem Chorleiter und zeitweiligen Gesangslehrer Stefan Gericke – lernte, daß es nicht nur den "richtigen Halbton" gibt, sondern daß man Unterschiede der Intonation, und seien es nur einige Cents, tatsächlich hören kann. Diese Unterschiede können in der Musik bedeutungtragendes Element sein und einen Stil charakterisieren.

Seit dem 16. März 2009 bin ich als Schatzmeister im Vereinsvorstand tätig. Neben der Führung der Finanzen sind durch den bedauerlichen Ausfall des Vorsitzenden und der stellvertretenden Vorsitzenden nun auch weitere Aufgaben mir zugefallen. Dazu zählen die Akquise von Konzerten, das Organisieren des Probenwochenendes und weitere organisatorische Arbeiten, die ich ohne die tatkräftige Unterstützung fleißiger Chormitglieder mitten in der Prüfungszeit nie hätte bewältigen können.

Die aktuellen Konzerttermine sind der Homepage des Chores zu entnehmen.

Neuer Magdeburger Kammerchor

Am Dienstag, dem 25. August 2009, konstituierte sich der Neue Magdeburger Kammerchor unter der Leitung von Christian Hoffmann, einem von vielen (darunter ich) sehr geschätzter und charismatischer Musiker, seines Zeichens Lehrer für Musik und Russisch. Schon in den Jahren 2003 bis 2005 durfte ich im ChorIMUS unter seiner Leitung singen, bevor dessen Chorarbeit von Andreas Mönk und später von Marcel Philipp fortgeführt wurde.

Noch stehen Vereinsgründung und viele organisatorische Erwägungen aus; ein Improvisationskonzert zusammen mit dem Magdeburger Saxophonisten Warnfried Altmann ist jedoch in Vorbereitung. Angedacht und zur Diskussion über zukünftige Projekte gestellt sind stil- oder komponistenreine Programme (z.B. Komponistenportraits), Repertoirearbeit von der Renaissance bis zur Gegenwart und die für Magdeburg obligatorische Telemann-Pflege. Die Darbietungsform soll ihren Schwerpunkt im Chorgesang a cappella haben.

ChorIMUS

Ende 2003, nachdem ich angefangen hatte, in Magdeburg zu studieren, hieß mich Christian Hoffman im studentischen ChorIMUS, dem Chor des hiesigen Institutes für Musik, willkommen. Damals sang ich noch in Baß.

Christian ist ein begnadeter Musiker mit Einsicht sowohl in das Wesentliche als auch in die subtilsten Facetten der Kunst der Musik. Neben einer schönen Auswahl an chorsanglichen Kompositionen und Arrangements lernte ich vor allem neue Formen des Ausdrucks kennen. Zum ersten mal begriff ich den Chor als ein Instrument, über das der Dirigent seine Interpretation eines Stückes wiedergibt. Ich hatte mehr als nur einmal das Gefühl des "Happenings" – das Gefühl, etwas erlebt zu haben, das es nur in jenem Moment gegeben hat und gegeben haben wird. Dies möchte ich an dem Beispiel erläutern, das mir am eindrucksvollsten war:

Vor dem Hintergrund der drohenden Schließung des Institutes für Musik und der Verlegung des musischen Kompetenzzentrums nach Halle im Zuge der Betonung der natur- und ingenieurwissenschaftlichen Orientierung der Universität Magdeburg verfasste Christian das Stück "Sine musica nulla vita!", das wir 2005 vor einem großen und namhaften Publikum aufführten.
Ich muß eingestehen, daß ich bis zum Konzert den Sinn des Werkes nicht verstanden hatte, da mir gerade der Bezug auf die politische Situation, von der der Chor unmittelbar betroffen war, fehlte. Zum Werk ist zu sagen, daß es sich um einen surrealistisch anmutenden Gesang mit inhaltlich vorherbestimmten, jedoch improvisierten Einwürfen handelte. Es gab keine Noten, sondern eine Graphik, die den Ablauf bestimmte und oftmals Cluster, Sprache und Geräusch illustrierte. Neben einem in der Affektintensität kaum noch zu steigernden Crescendo, das von Ausrufen von politischen Zitaten wie "Achtzehn Prozent!" und "Effizienzsteigerung!" durchsetzt war, brach der einzige musikalische Orientierungszweig, "viva la musica", in sich zusammen, worauf nach der mit einem erschreckenden Fußstampfen eingeleiteten Forderung "Laßt es nicht zu!" die geflüsterte Mahnung folgte: "sine musica nulla vita"...
Wenn man wie ich dieses Stück erlebt und den Zusammenhang versteht, hat man mit den Tränen zu kämpfen. Diese Wirkung bewies auch die Reaktion fast des gesamten Publikums: Viele weinten, alle standen auf und klatschten in einer Mischung aus verhaltener Trauer und ehrlicher Anteilnahme, und niemand sprach.
Leider erfolgte trotz dieser Reaktionen keinerlei Tat in den oberen Rängen der Zuhörerschaft, so daß die Schließung beschlossene Sache wurde. Nicht zuletzt dieser Umstand trug dazu bei, daß Christian Hoffmann nach Gründung und jahrelanger Arbeit den Chor weitergab und sich anderen Dingen zuwendete.

Andreas Mönk erklärte sich in der Not bereit, den Chor zu übernehmen. Er betrat einen schwierigen und undankbaren Posten mit Christians Nachfolge, wurden doch Christians einzigartiger Stil, seine Erfahrung als Chorleiter und nicht minder auch seine Person vermißt. Zwar kann man einen Chorleiter ersetzen, ihm aber nicht gleichen. Andreas vermochte es, den Sängerinnen und Sängern seine eigenen Gedanken und Auffassungen nahezubringen und die zu zerbrechen drohende Gemeinschaft zusammenzuhalten. Dieser Leistung gebührt nach wie vor meine volle Anerkennung. Aus persönlichen Gründen verließ ich den ChorIMUS 2006.

Später hat Marcel Philipp die Leitung des ChorIMUS übernommen. Zu meinem Bedauern hatte ich nicht die Zeit und nicht die Gelegenheit, diesen Chor unter Marcel neu erleben zu dürfen.

Jugendchor der Kirche St. Wilhadi in Stade

Als zeitweise einzige männliche Stimme lernte ich unter Albert Behrends meinen persönlichen inneren Bezug nicht nur zur kirchlichen Musik, sondern auch zum Glauben zu erforschen. Zudem wurde mir hier die Wichtigkeit der Vokalformung bewußter als je zuvor. Herr Behrends, der mir als väterliche Figur in meinem Leben viel von seiner Lebenserfahrung und Weisheit zuteil werden ließ und mir in manch aussichtsloser Lage mit seinem guten Rat zur Seite stand, mußte die Chorarbeit aus gesundheitlichen Gründen niederlegen.

In das Amt des Kirchenmusikdirektors folgte Hauke Ramm, ein sehr charismatischer A-Musiker (Abschlußnote war, wie er verriet, eine glatte eins), der mit viel Elan aus dem unterbesetzten Chor einen stabilen Jugendchor machte, der heute zusammen mit dem Kammerchor Stade und der Stadtkantorei Stade neben den beiden kircheneigenen Kantoreien, allesamt unter seiner Leitung, in der Stader Musiklandschaft einen festen Platz hat.

Zu besonderem Dank bin ich ihm verpflichtet, da er auf der Beerdigung meines Vaters sich nicht nur bereiterklärte, unentgeltlich die Orgel zu spielen, sondern mir bei meinem eigenen Versuch, auf der Gedenkfeier meines Vaters liebstes Stück auf der Gitarre, "Über den Wolken", zu spielen, stimmlich unter die Arme griff, als meine Stimme versagte. Ich habe ihm nie gesagt, wieviel mir diese Hilfe bedeutete.

Schulchor des Athenaeums Stade

Durch Thiemo Fröhlich, einen Freund am Athenaeum, kam ich auf die Idee, im Chor mitzusingen. Er nahm mich mit und stellte mich Hans Niemeyer, dem Leiter des Chores und Musiklehrer, vor, der mich freundlich empfing mit den Worten: "Aha! Ein Musiker, das sieht man gleich. Dann herzlich willkommen!" – ich wußte nicht, wie mir geschah, nahm aber das Kompliment und die Einladung an. Fortan erlernte ich neben Thiemo, der guten Seele des Chores, den Chorgesang und das praktische Notenlesen, das es mir heute ermöglicht, viele Stücke vom Blatt zu singen.

Herr Niemeyer ist ein außerordentlich engagierter Musiker, der es mit viel Geduld, Erfahrung und Können versteht, Schüer für die Musik zu begeistern, und der sich nicht zu schade ist, mit seinen Zöglingen Spaßeinlagen in das Darbietungsprogramm einzustudieren – einen Termin mit ihm hat man immer gefunden, und die Zeit nahm er sich stets gern.

Abgesehen vom großen musikalischen Gewinn brachte mir Hans' (Er bot mit nach meinem Abitur das Du an) uneigennützige Begeisterung auch mein erstes künstlerisch verdientes Geld ein, als eine Kammerbesetzung des Chores auf den Silberhochzeiten sowohl meines damaligen Biologielehrers Herrn Offermann (Ornithologie!) als auch der meines Mathematiktutors Herrn Hillers mit einer Zusammenstellung von Stücken der Comedian Harmonists und anderen vortrug.

—Ingo Schalk-Schupp — alle Rechte vorbehalten